Erkenntnisse aus 177 HR-Teams mit Perspektive auf Kultur, Führung und Arbeitgeberattraktivität
Frauengesundheit ist kein Frauenthema. Sie betrifft Organisation, Kultur und Zukunftsfähigkeit.
Hohe Krankheitsstände, stille Kündigungen und ungenutztes Potenzial sind Realität in vielen Unternehmen. Studien zeigen: Organisationen, die Gesundheit und Wohlbefinden systematisch priorisieren, sind resilienter und erfolgreicher.
Gleichzeitig greift ein pauschaler One-size-fits-all-Ansatz zu kurz.
Frauen – auch in Führungspositionen – sind mit spezifischen gesundheitlichen Herausforderungen konfrontiert, die lange kaum berücksichtigt wurden. Bislang wird frauenspezifische Gesundheit vor allem im Zusammenhang mit Mutterschaft systematisch berücksichtigt.
Andere Aspekte bleiben häufig unsichtbar – ebenso wie die damit verbundenen Risiken und Potenziale.
Die Antwort darauf ist keine Neuausrichtung, sondern eine gezielte Erweiterung bestehender Gesundheits-, HR- und Führungsansätze. Ein differenziertes Gesundheitsverständnis stärkt Resilienz, Retention und Arbeitgeberattraktivität.
6 zentrale Erkenntnisse
Potential zur Differenzierung: 6 von 10 Organisationen sind nicht gut aufgestellt. Wer hier ansetzt, kann sich als Top-Arbeitgeber abheben.
Optimismus-Gap: Führungskräfte bewerten den Status quo deutlich positiver als Mitarbeitende, gleichzeitig sehen Männer die eigene Organisation besser aufgestellt als Frauen.
Kultur wirkt – auch auf Frauengesundheit: Unternehmen mit Great Place To Work Auszeichnung schneiden besser ab
Unterschätzte Datenlücke: Nur 2 von 10 Organisationen werten Daten zur Abwesenheit, gesundheitlichen Beschwerden und Kündigungen geschlechtsspezifisch aus.
Grosser Weiterbildungsbedarf bei Führungskräften: In 7 von 10 Organisationen fehlt Führungskräften Wissen über Frauengesundheit. Das führt zu Unsicherheit im Umgang mit Mitarbeitenden.
Arbeitgeberattraktivität für Frauen als Wettbewerbsfaktor: 6 von 10 Organisationen verfolgen das Ziel, im Wettbewerb um Talente als attraktiver Arbeitgeber für Frauen wahrgenommen zu werden.
Was dieser Report für HR und Führung leistet
Einordnung
Dieser HR-Fokusreport zeigt, wie Schweizer Unternehmen Frauengesundheit aktuell einordnen und wo sie in der Umsetzung stehen.
Zentrale Beobachtung
Er macht sichtbar, wo strategischer Anspruch und operative Realität auseinanderfallen und welche Führungs-, Struktur- und Wissensfragen dabei eine zentrale Rolle spielen.
Bedeutung für Organisationen
Der Report ordnet Frauengesundheit als Organisations- und Kulturthema ein und zeigt auf, warum eine differenzierte, lebensphasenorientierte Perspektive an Bedeutung gewinnt.
Zielgruppe & Nutzen
Er richtet sich an HR-Verantwortliche und Führungskräfte, die Gesundheit gezielt als Hebel für Kultur, Retention und Arbeitgeberattraktivität nutzen möchten.